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Solarvalue ist auf einem guten Weg


 
Solarvalue beabsichtigt im ersten Halbjahr 2008 mit der Herstellung von hochwertigem Solarsilizium aus metallurgischem Silizium zu beginnen. Erste Proben sind in Arbeit. Das Produktionsverfahren ist nicht neu, wurde aber bislang noch nie für industrielle Produktionsmengen im geplanten Umfang genutzt. Fachleute und Investoren verfolgen das Projekt deshalb mit großer Spannung:
 
Herr Mott, wie weit ist Solarvalue mit dem Aufbau der Produktion?
 
Wir haben im Jahr 2007 eine Produktionsanlage für Kalziumkarbid im slowenischen Ruse erworben und damit begonnen, die Anlage auf die Produktion von hochwertigem Solarsilizium umzurüsten. Der Umbau dieser Fabrik läuft auf Hochtouren. Neue Mitarbeiter wurden eingestellt und geschult. Die Führungsmannschaft von Solarvalue Proizvodnja d.d. ist bereits komplett. Die Produktionsanlagen sind im Bau. Im Moment haben wir alle Hände voll zu tun, aber die Sache nimmt langsam Form an.
 
Warum haben Sie sich dazu entschlossen in Ruse zu produzieren?
 
Die Fabrikationsanlage in Ruse bot beste Voraussetzungen für unser Vorhaben. Wir konnten die bestehende Infrastruktur übernehmen sowie einen Teil des vorhandenen und gut eingespielten Fachpersonals. Deshalb können wir das Vorhaben sehr viel schneller umsetzen, als das bei einem Projekt der Fall wäre, das auf der grünen Wiese aufgesetzt wird.

 
Die geplante Solarsiliziumproduktion in Ruse ist in dieser Form bislang einzigartig. Erlebt man da Überraschungen?

 
Wenn man sich entschließt, Neuland zu betreten, muss man flexibel sein. Innovative Projekte lassen sich nicht von vornherein minutiös durchplanen. Das ist der Reiz daran und die Herausforderung. Während der Aufbauphase haben sich eine ganze Reihe von Verbesserungsmöglichkeiten ergeben. Wir haben uns entschlossen, diese Chancen zu nutzen. Das Projekt in Ruse setzt auf einem technologischen Verfahren auf, das bislang noch nie für Produktionsmengen in dieser Größenordnung eingesetzt wurde. Da bleibt es nicht aus, dass sich auch in der Aufbauphase noch neue Erkenntnisse ergeben.

 
Da muss dann schnell entschieden werden?

 
Es wäre sträflich gewesen, diese Erkenntnisse nicht umzusetzen und die Planung entsprechend zu verändern. Wenn die Produktion erst angelaufen ist, lassen sich Veränderungen nur mit großem Aufwand umsetzen und mit entsprechenden Ausfallzeiten. Wir sind sehr froh, dass wir uns für die Veränderungen in der Planung entschieden haben. Dadurch bekommen wir jetzt eine verbesserte Infrastruktur, einen besseren Produktionsprozess und höhere Sicherheitsstandards.

 
Wie sehen die Verbesserungen der Infrastruktur und der Produktionsprozesse genau aus?

 
Verbesserungen der Infrastruktur haben wir erreicht durch Änderungen an den Produktionsanlagen. Außerdem haben wir zusätzliche Gebäude und Flächen erworben. Dadurch können die Abläufe so gestaltet werden, dass kurze Wege entstehen und wir über mehr Lagerfläche verfügen. Bei den Produktionsprozessen haben wir mehrere Verbesserungen erzielt und zwar in den Produktionsphasen II und III in denen das Silizium gereinigt und für die hohen Anforderungen der Solarindustrie aufbereitet wird.
 
Können Sie ein Beispiel nennen?
 
Die für den Reinigungsprozess verwendete Schlacke lässt sich beispielsweise jetzt warm verarbeiten und mehrfach verwenden. Die Folge sind deutliche Kosteneinsparungen in der Produktion und eine weitere Qualitätssteigerung. Außerdem erhöht sich der Sicherheitsstandard in der Produktion, weil auf den Kühlvorgang mit Wasser verzichtet werden kann. Das sind alles Details, die aber gründlich durchdacht sein wollen und die große Auswirkungen auf die Effektivität und Effizienz der Produktion haben sowie auf die Produktqualität.

 
Welche Produktionsmengen sind geplant?

 
In den nächsten Wochen produzieren wir Solarsiliziumproben. Anschließend erfolgt die finale Feinabstimmung der Produktionsprozesse in kleinerem Maßstab. Im ersten Halbjahr 2008 wird die Produktion dann hochgefahren. Dieser „Ramp-up“ erfolgt schrittweise, um Risiken zu minimieren und die Ausschussquote gering zu halten. Für 2008 planen wir mit einer Produktionskapazität von mehreren tausend Tonnen hochreinem Solarsilizium.
 
Ihre Maxime lautet: langfristiger Nutzen geht vor schnellen Erfolgsmeldungen. Wie sehen das Ihre Investoren?
 
Unsere Anleger sind zum größten Teil institutionelle Anleger oder Investoren mit langfristigem Horizont. Wir stoßen hier auf große Unterstützung für unsere Entscheidung, den längerfristigen Nutzen in den Vordergrund zu stellen, statt auf schnelle Erfolgsmeldungen zu zielen. Durch die Änderungen ist das Investment attraktiver geworden, der Businessplan wurde verbessert, der Wert der Produktionsanlage steigt und die Ertragsaussichten haben sich verbessert. Zu Beginn des Jahres hatten unsere Anleger nicht viel mehr als unsere Visionen. Mittlerweile haben sich unsere Vorstellungen konkretisiert und der Produktionsbeginn ist absehbar.